Exportierte Waren erzielten im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 893,6 Milliarden Euro. Das waren 13,7 Prozent mehr als 2005, wie das Statistische Bundesamt am 7. Februar mitteilte. Platz zwei im Welthandel belegen die USA vor China.
Der Außenhandel war damit der wichtigste Antriebsmotor für die deutsche Wirtschaft. Das Wachstum legte 2006 mit einem Plus von 2,5 Prozent so stark zu wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Den Wachstumsbeitrag der Exporte berechnen die Statistiker auf 0,7 Prozentpunkte.
Auch zum Jahresende 2006 blieben die Exporte ungebrochen stark. Im Dezember legten sie mit 10,3 Prozent im zweistelligen Bereich zu.
Die Außenhandelsbilanz – also der Saldo von Importen und Exporten – verzeichnete im Jahr 2006 ebenfalls einen Überschuss von 161,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Saldo bereits 158,2 Milliarden Euro betragen.
Die Warenimporte sind 2006 noch stärker gestiegen als die Exporte: um 16,5 Prozent auf 731,7 Milliarden Euro.
Drei Viertel der Ausfuhren gingen in EU-Länder
Der größte Anteil an Waren mit 556,1 Milliarden Euro wurde in EU-Länder verschickt. Das waren 11,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Seinen Absatz besonders steigern konnte Deutschland vor allem in Ländern außerhalb der EU: So nahmen die Ausfuhren in Drittländer um 17,3 Prozent auf 337,6 Milliarden Euro zu.
Für 2007 erwarten Wirtschaftswissenschaftler erneut ein kräftiges Wachstum der Exportwirtschaft – auch wenn die Steigerung mit etwa sieben Prozent etwas niedriger ausfallen dürfte.
